Freitag, 30. Oktober 2015

Trauma des Narzissten

Traumatische Erlebnisse können den Weg zur narzisstischen Mentalität ebnen. Nicht jeder Traumatisierte versetzt sich nach Traumaerleben in die Rolle des Traumaauslösenden, indem er sie dann selbst als Täter gegen andere "nachspielt". Für den narzisstisch Gestörten wäre dies aber typisch.

Ein Junge, der von seiner Mutter über Jahre grausam und quälend behandelt wurde, kann die Verhaltensmuster seiner Mutter annehmen und diese später auf seine Ehefrau, Kinder, Freunde übertragen.

Möglich ist auch, dass er die Rolle des Traumaauslösenden gegenteilig "nachspielt", dies aber wäre auch Ausdruck permanenter Orientierung am Täter, einer Gegenorientierung.

Die Übernahme des traumatisierenden Täterverhaltens, sodass im Selbst das narzisstische Handeln zugelassen wird, kann verstanden werden als hätte der Traumatisierte sich selbst zum Täter gemacht gegen sich selbst, als hätte er sein eigenes Trauma ausgelöst, zumindest aber hält er es durch Tatenreproduktion für sich aufrecht. Dies dürfte neuen Selbst-Retraumatisierungen gleichkommen. Zudem arbeitete er dies an außenstehenden Menschen ab, was in ihm passiert, gibt er auch nach außen.

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